Hospizbegleiter/in werden


Da sein am Ende. Ich lass dich nicht allein. Ich muss dich loslassen – das schon. Aber bis dahin bin ich bei dir …
Fanny Dethloff


Sie können ehrenamtliche Hospizbegleiterin/ehrenamtlicher Hospizbegleiter werden.

Wir haben bereits über 50 ehrenamtliche Hospizbegleiter/innen. Die Mitglieder dieses „multiprofessionellen“ Teams bilden den aktiven Kern des Hospizvereins. Sie alle haben eine mehrmonatige intensive Ausbildung durchlaufen und stehen schwerkranken und sterbenden Menschen für eine Begleitung in ihrer letzten Lebensphase zur Verfügung. Sie kommen aus unterschiedlichen Berufen, haben unterschiedliche Lebenswege und bringen unterschiedliche Lebenserfahrungen mit, so dass sie ganz individuell eingesetzt werden können.

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Was ist Begleitung?

Die Hospizbegleitung umfasst alle „fünf Säulen der Identität“: Leiblichkeit, Soziales, Arbeiten, Materielles und Werte. Somit betrifft Begleitung schützendes und sozialanwaltschaftliches Handeln, unterstützt beim Zugang zur Sinnklärung, hilft Sterbenden und deren Angehörige gemeinsam oder getrennt, hat eine Brückenfunktion, bietet Zugang zur Außenwelt, stärkt das Selbstbewusstsein, aber vermittelt auch bei Pflegeproblemen und hilft, den Sterbenden, den Angehörigen und Freunden, bei der Organisation der so genannten letzten Dinge. Es ist also viel mehr als das berühmte „Händchen halten“.


Welche Fähigkeiten sind bei der Begleitung wichtig?

  • Man muss zunächst erspüren, wo zu handeln ist.
  • Begleiter/innen müssen dafür sorgen, dass Menschen auch in ihrer letzten Lebensphase noch leben können.
  • Begleitung erfordert Wahrnehmung, genaues Hinschauen, was geschieht, was gebraucht wird.
  • Begleiten bedeutet „beileiden“, das heißt, bei den Leiden dabei sein, nicht fliehen, daneben sein.
  • Das heißt auch, die Realität anzuerkennen.
  • Begleitung setzt deshalb eine gewisse Neutralität, ein Nicht-Verschmelzen mit dem Schicksal des Anderen voraus.
  • Man leistet auch ganz konkrete Hilfestellung in materiellen Dingen, gibt auch einmal einen Ratschlag.
  • Ganz wichtig ist, Ruhe eintreten zu lassen; einfach einmal nichts tun und den Augenblick erleben, auch genießen.
  • Begleitung erfordert Konzentration, Besinnung auf den Moment.
  • Begleitung braucht ein Gespür für Vertrauen und Vertraulichkeit.
  • Begleiter/innen müssen schweigen können, wenn alles gesagt ist oder nichts mehr in Worte zu fassen ist.
  • Man muss auch Fehler zugeben können.

Quelle: Monika Müller, Leiterin von ALPHA (Ansprechstelle im Land NRW zur Pflege Sterbender, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung) für den Landesteil Rheinland „Begleitung – unverzichtbarer Bestandteil der Palliativmedizin“ 49. Kasseler Symposium.


Welche Unterstützung bekommen Begleiter/innen?

  • Ergänzend zu dem Wissen und Können, das sie mitbringen, durchlaufen sie eine Qualifizierung zu den Themen Tod und Trauer.
  • Sie werden nicht allein gelassen. Fester Bestandteil der Begleitung ist eine laufende Supervision, um sich und die eigene Begleitarbeit immer wieder anzuschauen, zu verbessern.
  • Außerdem finden alle zwei Monate Treffen des Begleiter-Teams statt.
  • Bei Problemen können sie sich jederzeit an die Koordinatorinnen, den Vorstand oder an andere Begleiter/innen wenden.

Haben Sie Interesse, in der Hospizbegleitung mitzuarbeiten?

Wenn Sie sich vorstellen können, ehrenamtlich im Hospizverein Preetz mitzuarbeiten, dann sind die wichtigsten Voraussetzungen zunächst Ihre Motivation und Ihre freie Zeit, die Sie verlässlich Begleitungen und Besuche zur Verfügung stellen können.

Gern laden wir Sie zu einem Gespräch oder zu einer unserer Veranstaltungen ein, damit Sie uns und unsere Arbeit näher kennenlernen. Wenden Sie sich bitte an unsere Koordinatorinnen, Frau Ellen Menden oder Frau Sylvia Piontke. Sie sind in unserem Büro in Preetz, Kirchenstr. 58, oder telefonisch (04342-788 96 40 oder 0171-273 56 73) zu erreichen.

Koordinatorinnen »