Hospizarbeit


Du zählst, weil du du bist. Und du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben …
Dr. Cicely Saunders, Gründerin der Hospizbewegung


Hospizarbeit bedeutet das zugewandte und achtungsvolle Begleiten von Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

Hospizarbeit betrachtet das Sterben als einen Teil des Lebens, als einen Vorgang, der weder verkürzt noch künstlich verlängert werden soll. Diese lebensbejahende Grundhaltung schließt eine aktive Sterbehilfe aus. Hospizbegleitung bedeutet das Zusammenwirken von Ärzten, professionellen Pflegekräften, ehrenamtlichen Begleitern, Seelsorgern, Sozialen Diensten zum Wohle der betroffenen Menschen und derer, die ihnen nahe stehen. Die Palliativmedizin will Hilfe anbieten, damit der kranke Mensch eine bestmögliche Lebensqualität in seiner ihm verbleibenden Zeit erreichen kann. Ziel ist es, dass Menschen möglichst umsorgt von Familie, Freunden und Betreuern, leben und sterben können.


Wir helfen:

  • Schwerkranken, Sterbenden jeden Alters, unabhängig von Herkunft, Religion und Weltanschauung.
  • Angehörigen bei der Bewältigung von Verlust, Abschied und Trauer.

Begriff „Hospiz“:

Sie wissen vielleicht: Seit dem Mittelalter war Hospiz ein Begriff für ein Gebäude, das der Aufnahme von Gästen galt, zu denen immer häufiger auch Kranke gehörten. Es entstanden die ersten Hospitäler.

Heute versteht man unter dem Begriff „Hospiz“ ein umfassendes Konzept. Sterbenskranke Menschen sollen auch in ihrer letzten Lebensphase daheim sein können. Dies geschieht in der Regel ambulant, d.h. wirklich in der eigenen Wohnung durch Besuchsdienste. Es kann aber auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen geschehen und wird als gleichrangig unter den genannten Wegen auch in stationären Hospizen verwirklicht.


Ziel der Hospizarbeit ist es:

  • die Lebensqualität schwerkranker und sterbender Menschen zu verbessern,
  • sterbenden Menschen ein möglichst würdevolles und selbstbestimmtes Leben bis zum Ende zu ermöglichen,
  • die Wünsche und Bedürfnisse der schwerkranken und sterbenden Menschen so wie ihrer Angehörigen in Mittelpunkt zu setzen.

Palliativmedizin umhüllt und schützt den Patienten. Als oberstes Ziel in der palliativmedizinischen Versorgung soll dagegen eine möglichst hohe Funktionsfähigkeit und Lebenszufriedenheit des Patienten erhalten werden, wenn keine Heilung mehr möglich ist.

Das Konzept wurde ursprünglich für Patienten mit Tumorerkrankungen entwickelt, gilt aber auch für jede andere Erkrankung, die fortschreitend und irreversibel zum Tode führt.

Die Palliativmedizin bejaht das Leben und sieht das Sterben als einen normalen Prozess an. Sie will den Tod weder beschleunigen noch hinauszögern.

Die Palliativmedizin stellt die Linderung von Schmerzen und anderen Beschwerden in den Vordergrund, integriert die psychischen und spirituellen Bedürfnisse und bietet ein System der Unterstützung an, damit das Leben der Patienten bis zum Tod so aktiv wie möglich sein kann.

Die Palliativmedizin bietet der Familie während der Erkrankung des Patienten und in der Trauerphase Unterstützung an.


Wer für sich, Angehörige oder Bekannte eine Begleitung wünscht oder sich auch nur informieren möchte, wende sich bitte an unsere Koordinatorinnen, Frau Ellen Menden oder Frau Sylvia Piontke. Sie sind in unserem Büro in Preetz, Kirchenstr. 58, oder telefonisch (04342-788 96 40 oder 0171-273 56 73) zu erreichen.

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